Freitag, 24. September 2021: Boris Johnson plädiert für mehr Klimaschutz, EU-Kommission plant einheitliches Ladekabel für Smartphones, Ukraine will Oligarchen die Stirn bieten

⊂ EUROPA ⊃

Boris Johnson plädiert für mehr Klimaschutz: Mit Blick auf die zu scheitern drohende Klimakonferenz Cop 26 in Glasgow im November beschwor der britische Premier Boris Johnson in seiner Ansprache bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York am Mittwochabend größere Anstrengungen. „Wir haben eine großartige Macht, Dinge zu ändern oder zum Besseren zu verändern, und eine großartige Macht, uns selbst zu retten“, sagte er. Dabei betonte Johnson, dass Klimamaßnahmen nicht nur dem Planeten helfen würden, sondern auch den Volkswirtschaften nutzten: Als Kermit der Frosch „Es ist nicht leicht, grün zu sein“ gesungen habe, habe er falsch gelegen, erklärte Johnson. Es sei nicht nur einfach, sondern auch lukrativ, grün zu sein. Johnson lobte US-Präsident Joe Biden für dessen Versprechen von Milliarden zusätzlichen Dollar an Klimahilfen.
tagesspiegel.de

Australien widerspricht französischer Darstellung im U-Boot-Streit: Australien hat einer französischen Darstellung im Streit um ein geplatztes Geschäft zur Lieferung von U-Booten widersprochen. Das Verteidigungsministerium in Canberra bezog sich auf einen Brief, dessen Inhalt das französische Verteidigungsministerium als grünes Licht für den Start der nächsten Stufe des Vertrags gewertet hatte. Die Korrespondenz habe sich weder auf den Beginn der nächsten Phase des Programms bezogen, noch habe sie den Beginn der nächsten Phase genehmigt, teilte ein Sprecher des australischen Verteidigungsministeriums mit. Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian forderte von den USA konkrete Taten. Bei einem Treffen mit seinem US-Kollegen Antony Blinken am Donnerstag habe er zudem angemerkt, dass ein Ende der Krise zwischen den beiden Ländern Zeit brauche. Die französische Naval Group will dem australischen Staat bald einen Vorschlag zu den Kosten für die Absage der vereinbarten Lieferung von U-Booten unterbreiten.
wiwo.de, orf.at, tagesspiegel.de

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Globalisierung, Big Data, Datenbewirtschaftung – gelingt die digitale Transformation? Die Corona-Krise hat den deutschen Digitalisierungsbedarf in den Fokus gerückt. Nicht nur öffentliche Einrichtungen sind davon betroffen, auch der Mittelstand hat einiges nachzuholen. Das merkten viele Unternehmen als der Lockdown ihnen die Zeit verschaffte, sämtliche Geschäftsprozesse zu hinterfragen. Christoph Tönsgerlemann, Vorstand der ETL Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, begleitet den Mittelstand bei den Digitalisierungs- und Modernisierungsvorhaben, die jetzt dringend anstehen. Um den Unternehmen dabei zur Seite zu stehen, beleuchtet ETL WP stets den Digitalisierungsgrad; und ermöglicht den Wirtschaftsprüfern, selbst wichtige Impulse zu geben und dem Mittelstand mit realistischen Plänen und Zielen zur Seite zu stehen.
youtube.com (Talk mit Christoph Tönsgerlemann)

EU-Kommission plant einheitliches Ladekabel für Smartphones: Ein Ladekabel für das Handy, eins für das Tablet und eins für die Kopfhörer – der Kabelsalat in deutschen Haushalten ist kaum zu überblicken. Vor allem der iPhone-Konzern Apple mit seinem hauseigenen Lightning-Anschluss macht eine einheitliche Lösung bislang schwierig. Geht es nach der EU-Kommission, soll damit bald Schluss sein. Die Brüsseler Behörde will an diesem Donnerstag einen Gesetzesvorschlag für einheitliche Ladebuchsen an Elektrogeräten vorlegen. Apple ist nicht begeistert: Der Konzern will seinen Lightning-Anschluss behalten, der derzeit in allen iPhones verbaut wird, aber auch manchen Tablet-Modellen wie dem aktuellen iPad 9 oder bei den AirPod-Kopfhörern.
tagesspiegel.de

Gutachten sieht rechtswidrige Abschalteinrichtung bei VW-Autos: Volkswagen droht im Rechtsstreit um mutmaßlich vertragswidrige Abschalteinrichtungen eine Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). In einem am Donnerstag veröffentlichten EuGH-Gutachten vertritt Generalanwalt Athanasios Rantos die Ansicht, dass die bei VW und Porsche eingesetzten Thermofenster gegen geltendes Recht verstießen. Bei diesen Systemen wird die Abgasreinigung außerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereichs gestoppt. VW hatte argumentiert, dass dies dem Schutz des Fahrzeugs dient. Die Richter am EuGH sind nicht an Gutachten gebunden, folgen ihnen aber häufig. Mit einem Urteil ist in den kommenden Monaten zu rechnen.
faz.net

UN wollen Hunger bis 2030 besiegen: Der Gipfel der Vereinten Nationen zur Ernährungssicherheit hat am Donnerstag begonnen. Das virtuelle Treffen soll Strategien und Programme bündeln, um den Hunger auf der Erde bis 2030 zu beenden. UN-Generalsekretär António Guterres hat eine klimafreundlichere Produktion und gerechtere Verteilung von Nahrungsmitteln weltweit gefordert. Ziel müsse es sein, eine Welt mit gesunden, nahrhaften und erschwinglichen Lebensmitteln für jeden zu schaffen.
rnd.de, handelsblatt.com

Handels- und Technologierat mit Washington findet wie geplant am 29. September in Pittsburgh statt twitter.com
Energie: Preisrekorde gefährden Green Deal faz.net
From Farm to Fork: Janusz Wojciechowski, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, hat gewarnt, dass der EU-Plan für nachhaltige Lebensmittel und Landwirtschaft bei falscher Umsetzung zu einem Rückgang der Lebensmittelproduktion in der EU führen könnte politico.eu
Eurozone: Unternehmensstimmung im Euroraum trübt sich deutlich ein handelsblatt.com

⊂ ZITAT DES TAGES ⊃

Ich freue mich, dass die Plattform unseres Leitprogramms für junge Menschen, Erasmus+, immer mehr wie diese wird. Sie wird digitaler, mobiler und gemeinschaftsorientierter.
Der Vizepräsident der EU-Kommission, Margaritis Schinas, zur neuen Erasmus+ App für Studierende, die im Rahmen eines EU-finanzierten Programms im Ausland studieren.
euractiv.de

⊂ LÄNDER ⊃

Ukraine will Oligarchen die Stirn bieten: Die Ukraine will den Einfluss von Oligarchen auf Politik und Medien im Land eindämmen. Ein entsprechendes Gesetz wurde im Parlament mit absoluter Mehrheit gebilligt. Es zielt darauf ab, die Risiken für die nationale Sicherheit im Zusammenhang mit dem übermäßigen Einfluss von Oligarchen zu verringern. Das Vorhaben war von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf den Weg gebracht worden. Er hat den ukrainischen Schwerreichen, denen vorgeworfen wird, Medien, Wirtschaft und Politik zu ihren Gunsten zu beeinflussen, den Kampf angesagt. Der Europäische Rechnungshof zog derweil eine ernüchternde Bilanz des Kampfs der EU gegen die Korruption in der Ukraine.
dw.com

Polens Disziplinarkammer hebt Immunität von Richter auf: Die Disziplinarkammer von Polens Oberstem Gericht hat trotz einer einstweiligen Anordnung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) die Immunität eines Richters aufgehoben. Die Kammer gab am Donnerstag einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft statt, die strafrechtliche Verfolgung des Strafrichters Marek Pietruszynski zuzulassen. Eine Region im Süden Polens hat auf Druck der EU hin eine Resolution gegen nicht-heterosexuelle Menschen (LGBT) aufgehoben. Das Regionalparlament der Woiwodschaft Swietokryskie stimmte am Mittwoch dafür, eine 2019 verabschiedete Erklärung über „Widerstand gegen die LGBT-Ideologie“ zu streichen. Der polnische Rundfunk- und Fernsehrat hat die Sendelizenz des Nachrichtensenders TVN24 verlängert, der oft die Regierung kritisiert und im Mittelpunkt des Streits um ein neues Mediengesetzes stand.
spiegel.de, faz.net, derstandard.at

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Warum Sie jetzt Ihren Plan B in der Tasche haben sollten: Am 26. September 2021 wird ein neuer Bundestag gewählt, als neue Bundesregierung sind alle möglichen Farbspiele denkbar. Unternehmerinnen und Unternehmer schauen voraus und investieren bereits heute in ein eigenes Unternehmen, eine Niederlassung oder eigene Immobilien in Belgien oder Luxemburg. Suchen Sie nach deutschsprachiger Unterstützung zur Realisierung Ihres Plan B zur Zukunftssicherung? Wir helfen Ihnen. Ernst Seemann GmbH, Handelshaus seit 1925. www.seemann.be – Telefon aus Deutschland: 0800-8077200.

Carles Puigdemont auf Sardinien verhaftet: Der ehemalige katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont ist auf der italienischen Insel Sardinien festgenommen worden. Das schrieb sein Anwalt Gonzalo Boye am Donnerstagabend auf Twitter. Wie die Zeitung „El Español“ berichtete, sei die Verhaftung auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls erfolgt. Die katalanische Unabhängigkeitsbewegung hatte unter Separatistenführer Puigdemont am 1. Oktober 2017 gegen den Willen Madrids ein Referendum abgehalten und für kurze Zeit sogar die Unabhängigkeit Kataloniens ausgerufen. Seit Herbst 2017 befindet sich Puigdemont auf der Flucht vor der spanischen Justiz, seit vier Jahren lebt er in Belgien.
spiegel.de

Steigende Strom- und Gaspreise: Italienische Regierung stellt Verbrauchern Kostenerleichterungen in Aussicht: Angesichts der stark steigenden Strom- und Gaspreise hat die italienische Regierung den Verbrauchern Kostenerleichterungen für den Rest des Jahres in Aussicht gestellt. Ministerpräsident Mario Draghi kündigte am Donnerstag an, dass im letzten Quartal 2021 ein Teil der Gasrechnung nicht bezahlt werden müsse.
stol.it

Portugal beendet fast alle Corona-Beschränkungen: Ab Oktober dürfen etwa in Restaurants in dem Land wieder alle Sitzplätze besetzt werden. Die Verantwortung gehe jetzt auf jeden einzelnen Bürger über, so der portugiesische Ministerpräsident Antonio Costa. Weiterhin obligatorisch müssten Masken jedoch in öffentlichen Transportmitteln, bei Großveranstaltungen, in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Einkaufsmeilen und Supermärkten getragen werden.
t-online.de

Griechenland: Neues Flüchtlingslager auf Samos – Anwohner wollen Gewissheit de.euronews.com
Frankreich: Sandrine Rousseau erreicht letzte Runde der Vorwahlen der Grünen zur Wahl eines Präsidentschaftskandidaten theguardian.com
Österreich: Opfer des Wien-Attentats erhalten mehr Entschädigung vom Staat derstandard.at
Italien: Wildschweine in Rom mischen den Wahlkampf auf spiegel.de

⊂ POLITJOBS ⊃

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⊂ ZULETZT ⊃

Auch EU-Kommission gegen Fußball-WM im Zweijahres-Rhythmus: Als erstes politisches Schwergewicht hat sich die Europäische Kommission gegen die Pläne des Fußball-Weltverbandes FIFA für eine Verkürzung des WM-Rhythmus von vier auf zwei Jahre gestellt. „Ich teile die Zweifel der nationalen Fußball-Verbände in Europa an der Möglichkeit einer alle zwei Jahre stattfindenden Fußball-WM“, sagte Kommissions-Vizepräsident Margaritis Schinas am Donnerstag.
spox.com

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